Mein Name ist Dominik Dexl und ich darf stolzer Klassenvorstand der NMS B-Klasse sein. Diese Rolle bekleide ich seit dem Entstehen der Klasse im Herbst 2018. Warum ist diese Klasse erst zwei Jahre nach der NMS A-Klasse entstanden? Ich habe damals die Schüler/innen übernommen, die in die 3. Schulstufe gewechselt haben. Nach einem Jahr mit homogener Schulstufe, kamen die neuen Drittklässler/innen dazu und seitdem gibt es in der NMS B-Klasse zwei Schulstufen – im Vergleich zur NMS A-Klasse habe ich also die „Großen“.

Ich darf die Kinder nach zwei Jahren bei Frau Leitner übernehmen und habe die Ehre und gleichzeitig schwierige Aufgabe die Jugendlichen nach zwei hoffentlich erfolgreichen, spannenden und lustigen Jahren zu verabschieden.

Auf dem Weg dorthin hat die NMS B einen anderen Fokus als die NMS A: Im Hinblick auf die Zeit nach der NMS Odilien liegt der Fokus in der NMS B-Klasse auf der Vorbereitung auf eben jene Zeit: In den beiden Jahren beschäftigen sich die Jugendlichen mit Berufsorientierung, haben Ausflüge zu unterschiedlichen Institutionen, sammeln erste Berufserfahrungen bei den berufspraktischen Tagen, wenn sie in der 4. Schulstufe sind, erfahren Politische Bildung, üben das Schreiben von Bewerbungen und bekommen Einblick in viele weitere Themen und Bereiche.

In der NMS B-Klasse können wir darauf vertrauen, dass die Schüler/innen verschiedenste Werkzeuge zum selbstständigen Arbeiten und Lernen, zum respektvollen Umgang sowie Feedback in der Zeit bei Frau Leitner verinnerlicht haben. So können wir die Arbeitsweise fortführen und den Jugendlichen mehr Verantwortung geben, ohne das Sicherheitsnetz unserer Systeme zu entfernen – denn Verantwortung ist das zweite große Thema in der NMS B-Klasse. Das Alter und die damit einhergehende Pubertät bringen natürlich manchmal herausfordernde Situationen für Eltern, Lehrer/innen, Mitschüler/innen, aber auch die Jugendlichen selbst – dennoch muss genau in dieser Zeit der Umgang mit Freiheiten und Verantwortung geübt werden. Die Schüler/innen der NMS B-Klasse haben im Vergleich zu den „Kleinen“ der NMS A-Klasse mehr Freiheiten, weniger strenge Regeln, aber gleichzeitig mehr Selbstverantwortung und Verantwortung für die Mitschüler/innen. Verschiedene Systeme in der Klasse, wie zum Beispiel die Vertrauensskala oder die Hausübungs-Tafel, unterstützen dabei.

Ziel ist es, sich nach der Zeit in der NMS Odilien nicht nur Wissen angeeignet zu haben und anwenden zu können, sondern auch ein respektvoller sowie weltoffener junger Mensch zu sein. Die Jugendlichen sollen wissen was sie für nachhaltiges Glück brauchen, wie sie es erreichen und, dass sie eine Verantwortung mit sich tragen – für sich selbst und für die Umwelt, die sie umgibt.