Mein Name ist Eva Leitner und ich bin seit Eröffnung der Schule, also mittlerweile seit 4 Jahren, Klassenvorständin der NMS A-Klasse. 

Mit sehr viel Freude und Herzblut leite ich die Klasse und habe die Ehre, alle neuen Schüler*innen bei uns an der Schule willkommen zu heißen. Bei Schnupper- und Kennenlerntagen haben die Volksschüler*innen die Möglichkeit, sich meine Klasse einen Vormittag lange anzuschauen um herauszufinden, ob unsere Schule der richtige Ort nach der Volksschule ist. 

Bei der Aufnahme von neuen Schüler*innen achten wir besonders auf die Klassenzusammensetzung. 

 

Am Beginn der Schulzeit bei uns an der NMS haben wir Lehrer*innen, aber auch die Schüler*innen und deren Eltern große Aufgaben

 

Wir Lehrerinnen finden heraus, auf welchem Wissens- und Leistungsstand die Kinder sind und unterstützen dabei, die Selbstständigkeit zu fördern und aus dem ehemaligen Volksschulkind eine*n Jugendliche*n zu machen. Einerseits schubsen wir die Schüler*innen behutsam in Richtung Jugendliche, andererseits bekommen die Kinder noch genug Geborgenheit und Unterstützung um dies zu schaffen. 

Viele Kinder kommen mit großer Prüfungsangst oder Notendruck zu uns an die Schule. Durch viele Gespräche und das Gestatten von Fehlern versuchen wir, diese Ängste von den Schultern der Schüler*innen zu nehmen und ihnen zu zeigen, dass es Spaß machen kann, Leistungen zu erbringen. 

 

Die Schüler*innen haben die große Aufgabe, sich im neuen System zurecht zu finden. In der Volksschule mussten sich die Kinder meist nur auf eine oder auf zwei Lehrer*innen einstellen, in der NMS verlangen doch viele verschiedene Personen etwas von den Schüler*innen. Auch das Arbeiten mit unseren Plänen muss geübt werden. Manche Kinder haben am Anfang Schwierigkeiten, aber nach einer gewissen Zeit sind alle Kinder Plan-Profis!

 

Die Kinder stehen nun vor der großen Schwelle, das Jugendalter mit all seinen Hürden zu erreichen. Für die Eltern und Erziehungsberechtigten kommen viele neue Herausforderungen hinzu. Eine Mischung zwischen Loslassen und trotzdem liebevoll beschützen ist oft eine große Herausforderung! 

 

Wenn alle Drei, also Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen hier gut miteinander verknüpft sind und sich regelmäßig und wertschätzend austauschen, können alle diese Prozesse wunderbar funktionieren! 

 

Als Klassenvorständin habe ich in den letzten Jahren viele Systeme in der Klasse entwickeln und optimieren können. Besonders stolz bin ich auf unsere Talk-About-Runden. Wie der Name schon verrät kann hier über alles gesprochen werden. Eine wertschätzende und respektvolle Feedbackkultur wird hier geübt und gelebt. 

 

Im zweiten Jahr bei mir in der Klasse sind die Schüler*innen nun schon wirkliche Profis im Bereich des selbstständigen Lernens. Arbeitsaufträge können schneller und effizienter erledigt werden und die Schüler*innen der ersten Klasse haben hier Vorbilder, von denen sie lernen können. 

 

Wenn die Schüler*innen auf das selbstständige und flexible Arbeiten gut vorbereitet sind, kann ich sie mit ruhigem Gewissen (und natürlich einem weinenden Auge) in die NMS B-Klasse entlassen.